Fundstück: Kriminalroman
29. August 2010 | Von Daniela

Das schöne Buch haben wir im Antiquariat Orban & Streu gefunden und wir hätten jeden Preis für das Exemplar gezahlt – auch 79 Euro. Aber zum Glück haben wir uns bei dem Preis nur verlesen.


Das schöne Buch haben wir im Antiquariat Orban & Streu gefunden und wir hätten jeden Preis für das Exemplar gezahlt – auch 79 Euro. Aber zum Glück haben wir uns bei dem Preis nur verlesen.
In vergangenen Zeiten waren Analog-Bilder noch ein wenig stilvoller verpackt: Zum Beispiel in dieser Agfacolor-Fototasche. – Fundstück vom Antikmarkt auf der Konstablerwache/Frankfurt.
Bei diesem Fundstück aus einem Antiquitätenladen in Prenzlauer Berg ging mir als altem Bauzeichner natürlich das Herz auf: Einem Exemplar von “planen bauen wohnen” von 1966. Bemerkenswert sind nicht nur die abgebildeten Gebäude und Baudetails, sondern auch die Gestaltung des gesamten Heftes.
Während unseres Urlaubs in Berlin sind wir einigen schönen Fundstücken über den Weg gelaufen. Diesem hier in einem kleinen Antiquitätenladen in der Oderberger Straße voll mit DDR-Memorabilia. Das Bild wurde uns netterweise geschenkt.
Dieses Fundstück habe ich in einem unscheinbaren Karton in einem Antiquitätenladen am Römer gefunden.
Die Spitzenschlager sind aus dem Jahr 1978 und leider kenne ich keines der Lieder. Die Schallplatte lässt sich auch nicht mehr abspielen, weil sie irgendwann einmal direkter Wärme ausgesetzt wurde und seit dem verbogen ist. Aber vielleicht ist das auch besser so …
Vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass eine der ersten Websites, die ich dienstlich erstellt habe, noch online ist!
Die Website der Druckerei Schölles von ca. 1998.
Manche Sachen sind dort so, weil ich es einfach noch nicht besser wusste – andere weil es zu der Zeit so üblich war.
Beide Parts sind interessant. Zum Einen, wie sich das Web in den vergangenen 12 Jahren weiterentwickelt hat – aber auch, wie deutlich sich mein Anspruch, die eigenen Fähigkeiten & die Sichtweise geändert haben.
Man war damals beeinflusst – und teilweise hin- und hergerissen zwischen Meinungen aus Büchern wie “Creating Killer Websites” von David Siegel, den neuesten Studien von Jakob Nielsen und dem auch damals schon immer wichtiger werdenden Thema “SEO”. – Auch wenn zu der Zeit noch kaum jemand diese Abkürzung benutzt hat. Optimierung bedeutete hauptsächlich Title-, Keyword- und Metatag-Anpassung und das Unterbringen möglichst vieler relevanter Suchbegriffe im sichtbaren Text. Optimiert wurde für AltaVista, Fireball & Co. – Google spielte damals nur als nettes, vielversprechendes Projekt der Universität Stanford eine verschwindend kleine Rolle.
Technisch war die Seite natürlich mit guten alten Tabellenkonstrukten aufgebaut. CSS kam nur spärlich zum Einsatz. Und das auch ziemlich wild – und aus heutiger Sicht gruselig – gemischt mit -Tags, für auch damals schon veraltete Browser, die CSS noch nicht unterstützt haben.
Ebenfalls zweifelhaft: Der Java-Script-Code für die Navigation. Der ist so im Quelltext enthalten, wie in das damals brandneue Macromedia Fireworks augespuckt hat.
In Fireworks wurde damals gesliced was das Zeug hält – und die ausgespielten Grafiken dann in GoLive (kurze Zeit später mit etwas anständigem wie HomeSite) zu einer HTML-Seite zusammengefügt.
Überflüssig zu erwähnen, dass ein CMS oder etwas dynamisches wie PHP erst garnicht im Gespräch war.
Womit ich schon 1998 Bauchschmerzen hatte: Der Intro- bzw. Brückenseite, die mit SEO-relevanten Begriffen vollgepflastert wurde und so eine gutes Ranking gewährleisten sollte – aber User schon damals genervt hat.
Fast schon vorbildlich sind die zahlreichen Kontaktmöglichkeiten – auch wenn die Kontakt-Adresse auf wirklich jeder Seite heute schon etwas merkwürdig und konzeptionell nicht ganz so clever anmutet. Auch das war zum einen Tribut an den übertriebenen SEO-Wahn, zum Teil auch die falsch verstandene Auffassung von “überall schnell erreichbar sein”.
Der Seite ist anzumerken, dass sie sowohl für ISDN als auch für 56K-Modems ausgelegt war! Natürlich bei Bildschirmauflösungen ab 800 x 600px. Es gibt wenig Grafikelemente. Nur kleine Bilder und natürlich keine Animationen.
Gestalterisch hielt ich die Seite damals für passend. Es gab mit den CMYK-Streifen und der Bildauswahl auch schon soetwas wie ein grafisches Konzept. – Heute würde sie wohl komplett anders aussehen. Minimalistisch ist gut – aber dafür müsste die Seite handwerklich viel besser gemacht sein. Ich bin erstaunt, das z. B. ein Logo in so mieser Bildqualität damals meine eigene Qualitätskontrolle passiert hat …
Auf jeden Fall interessant, dass das Relikt noch online ist. Ich hoffe, sie hat der Druckerei in der Zwischenzeit trotzdem gute Dienste geleistet um Kunden (grob) zu informieren und Kontakt herzustellen – auch wenn der Nutzwert der Seite sicher begrenzt ist.
Gibt es alte Überbleibsel aus Eurer Webdesign-Vergangenheit? Eventuell auch nur als Screenshot? – Es wäre interessant zu sehen, wie sich Eure Arbeiten innerhalb der letzten 10 Jahren entwickelt haben.
Gefunden in einer meiner 30 Umzugskartons.
Das Pop-Up Buch ‘The childrens zoo’ ist aus dem Bestand meiner eigenen Kinderbücher und leider ein wenig mitgenommen. Die meisten der Pop-Up’s sind verloren gegangen.
Das Design des Buches ist von Philip Mann und die Illustrationen sind von Louise Gordon.
Am Wochenende gab’s einen netten Kurzausflug nach Hamburg. Und ein Fundstück vom Flohmarkt im Karoviertel.
Diese Anzeige war der Auslöser für meine Interesse an Frauenzeitschriften. Ich habe die Seite fein säuberlich aus dem Magazin herausgelöst und in eine große schwarze Box gelegt. Mittlerweile befindet sich dort ein umfangreiches Archiv an inspirierenden Artikeln, Fotostrecken und Anzeigen.
Ein Fundstück aus meinem alten Heimatort.
Die Typo würde auch jedem Grindhouse-Poster gut stehen.
Auch die Website von Haßloch ist … ähm … sehenswert. Ebenfalls als Relikt aus einer anderen Zeit. Mit Webcam und allem weiteren zeitgenössischem drum & dran.
In meinem Fundus gibt es erstauntlich viele gute, alte Postkarten. Die meisten aus dem “Archiv” von Oma & Opa.
Die Karte oben zeigt den Stuttgarter Flughafen – mit einer Pan-Am-Maschine im Anflug. Bildmanipulation war ganz offensichtlich auch damals schon ein Thema. Aber: Sehr nettes Motiv und sehr nettes Flugzeug – mit der besten Airline-Livery ever!
Dies Postkarte lag einer anderen bei ebay ersteigerten Postkarte als Verstärkung des Umschlags bei – wofür sie viel zu schade ist. – Aber umso besser: Jetzt hab’ ich sie.
Passenderweise zeigt sie den Palmengarten in Frankfurt.


Interessant, was sich hier alles findet, wenn man mal tiefer in den Schubladen wühlt. Stadtplan von 1976 mit mehr oder minder zeitgenössischen Anzeigen. Bis auf die Karte selbst auch damals leider schon kein Beispiel besonders guter Gestaltung.