The Sisters of Mercy im Schlachthof

Am vergangenen Donnerstag gab’s als Programmpunkt beim Stammtisch einen Abstecher zum Sisters-of-Mercy-Konzert im Schlachthof/Wiesbaden.

Der Auftritt der Sisters selbst war gut und hat gefallen! Eldritch und die zwei anderen Musiker auf der Bühne natürlich permanent im Nebel – alle drei gleichzeitig waren eigentlich nie zu sehen. Die Musik wie gewohnt: hypnotisch & nett düster. Live noch mit etwas mehr Druck & Bass und deutlich mehr Gitarren-Einfluss als auf Platte – allerdings oft in der Speed-Version: Die meisten Stücke wurden recht kurz gespielt. Bei einigen hatte man den Eindruck auch ziemlich schnell. Die markante Stimme von Eldritch war allerdings auch live sehr hörenswert!

Es gab die entscheidenden Songs (Flood, Anaconda, Dominion/Mother Russia, Lucretia my reflection, This corrosion, Vision Thing, Doctor Jeep, Temple of love, …)- Gefehlt hat leider einer meiner Favourites: Heartland. Ebenfalls nicht mit dabei: Under the gun. Vermutlich auf Grund des fehlenden weiblichen Gesangsparts.

Genervt haben nur Location & Gäste. Laut intro-Voting soll der Schlachthof – noch vor’m „Uebel & Gefaehrlich“ in Hamburg – der beste Club Deutschlands sein. Kann ich nicht bestätigen. Die Halle ist ziemlich langgezogen – richtig guten Sound gibt’s nur in einem kleinen Quadrat vor der Bühne und ständig wurde man von irgendwem umgerannt, der gerade wahlweise Getränke holen, oder draussen rauchen wollte … Es gab einfach keinen Platz um den Zuschauerraum herum. Und Säulen, Getränkestände und die andere Peripherie sind nicht sehr geschickt platziert …

Die Gäste waren viel älter als gedacht. Aber an sich auch nicht so verwunderlich bei einer Band, die seit 1994 kein neues Album mehr veröffentlicht hat. Viele betont hart & düster aussehende Menschen, die dann später im Familienvan weggefahren sind. Auch ein großer Anteil Metal-Fraktion. – Und sicher gehört’s dazu möglichst cool & unnahbar im schwarzen Outfit rüberzukommen – aber etwas mehr Begeisterung & Interesse hätte die Band vom Publikum schon verdient gehabt. – Man hatte das Gefühl die meisten waren mehr mit trinken, unterhalten und rumlaufen beschäftigt …

Zum Abschluss, nach Ende des Konzerts, waren wir dann noch – mangels direkter Möglichkeiten um den Schlachthof – noch bei Jimmy’s in Frankfurt: Nettes Kontrastprogramm und toller Ausklang des Abends!

The Sisters of Mercy

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