Typekit gestartet!

Typekit - Fonts in Websites einbinden

Typekit ist gestartet – und seit gestern für alle offen. Mit Typekit lassen sich auf sehr einfache Art und Weise Schriften in Websites einbinden.

Wie funktioniert Typekit?

Genutzt wird das @font-face-Attribut – wobei Typekit gleich auch die Konvertierung der Schriftdateien für die unterschiedlichen Browser und vor allem das lizensrechtliche Problem bei der Einbindung von Fonts löst!

Unterstützt werden alle gängigen Browser (Firefox, InternetExplorer, Safari). Ausnahme sind Opera & Google Chrome.

Die Einbindung der Fonts über Typekit ist sehr einfach & komfortabel umgesetzt: In die eigene Website, in den Blog, etc. wird ein JavaScript-Code eingefügt. Der Rest lässt sich komplett über die übersichtlich gestaltete Oberfläche von Typekit einstellen.

Man wählt die gewünschten Schriften (die Anzahl ist je nach Tarif beschränkt) weist diesen die entsprechenden CSS-Selektoren zu. Und das war’s. Auf der Website werden die zugehörigen Texte automatisch durch den gewählten Font ersetzt. Für Browser, die @font-face nicht unterstützen wird eine Fallback-Angabe mit gängigen Systemschriften gemacht. Auch das ist bequem über eine Eingabemaske in Typekit möglich.

Meine bisherigen Tests mit Typekit haben einen rundum positiven Eindruck hinterlassen.

Was man kritisieren könnte:

Im Grunde wird mit Typekit technisch an einem im Kern nicht-technischen Problem gearbeitet: Der Lizensfrage. Besser wären einfache & unkomplizierte Lizensierungen durch die Foundries, welche die direkte Verwendung der Schriften per @font-face ohne Rechtsunsicherheiten und Aufwand beim Kauf ermöglichen und die Schriften als Web-Paket in allen benötigten Formaten bereitstellen. Bisher ist hier aber – bis auf Ausnahmen – eher eine Blockade-Haltung und das Festhalten an alten Rechtemodellen status quo.

Es besteht eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter und dessen technischer Infrastruktur, da die Schriften nicht auf dem eigenen System gehostet werden. – Nicht ganz so tragisch, da bei Ausfällen immer noch die Default-Stylesheet-Angaben greifen und die Inhalte nach wie vor in definierter Form sichtbar sind. Aber natürlich trotzdem ein Punkt.

Derzeit ist die Schriftauswahl einigermaßen begrenzt und wichtige Schriften großer Foundries fehlen (noch).

Typekit = das neue iTunes?

Bei der aktuellen Situation auf dem Schriftenmarkt ist Typekit vielleicht genau die richtige Lösung und könnte zum iTunes für Schrifteinbindung werden. Einfacher, schneller „Kauf“. Geklärte Rechte. Günstiges Preismodell. Volle Übersicht über legal verwendbare Schriften. Einfache & unkomplizierte Handhabung.

Dank der hohen Browserkompatibilität, dem Verzicht auf Krücken wie Einbettung über Flash, etc. auf jeden Fall eine gute Alternative zu den gängigen Tools (sIFR, Cufón) um die typographischen Möglichkeiten im Web deutlich zu erweitern.

Zur Typekit-Website

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