Grau.

Grau.

Das trifft meistens auf das kasseler Wetter zu – diesmal aber eher auf die gerade dort stattfindendende documenta 12. Es gab einige gute, interessante Werke zu sehen – insgesamt war die Ausstellung aber recht unspektakulär. Was laut Roger M. Buergel – dem auch eher unaufgeregten Kurator – wohl mehr oder weniger zum Konzept gehört. Auch wenn dies zutrifft und keine nachträglich hingedengelte Erklärung sein sollte, bin ich mir nicht sicher ob mir so ein Konzept gefällt. Es benötigt keine Show und Effekthascherei – aber von einer weltweit beachteten Ausstellung für zeitgenössische Kunst hätte ich mehr Eindrücke erwartetet, die im Gedächtnis bleiben. Das Erste, was mir stattdessen auch jetzt noch in Erinnerung ist, ist eine schlecht präparierte Giraffe mit Überbiss, die bei einem Angriff auf die Hamas im Westjordanland einen etwas unglücklichen Tod fand, indem sie panisch gegen einen Pfeiler gedonnert ist. Aus diesem Kunstwerk kann man selbstverständlich Schlüsse und Betrachtungsweisen ziehen – aber es sind keine, die ich als Zussammenfassung dessen, was die gezeigte Kunst ausdrückt besonders zufriedenstellend finde.

Was ich auch erwartet hätte, wäre, dass die documenta in der Stadt sichtbarer ist und ein wenig auf das Leben dort abfärbt. Aber man konnte letzte Woche auch gut durch Kassel gehen ohne überhaupt mitzubekommen, dass eine große, internationale Kunstschau stattfindet. Es waren sehr wenige Menschen unterwegs, direkt in der Stadt sind nur wenige Kunstwerke zu sehen – und die drumherum aufgebaute Infrastruktur wirkt mit Shopcontainern, Würstchenbuden und kleinen Festzelten auch nicht unbedingt passend. Die Liebe zum Detail, die in den Ausstellungen fehlte, setzte sich konsequenterweise auch dort fort.

Schade war auch, dass die gepflanzten Mohnfelder vor dem Fridericianum kurz vor unserem Besuch durch ein Unwetter zerstört wurden. – Aber auch daraus kann man Schlüsse ziehen. In einem auf der Straße verlorenen Moleskine stand: Rot = Revolution – Revolution gescheitert? Interessant.
(BTW fanden wir es einen netten Gedanken, dass man eigentlich auch solche Notizbücher ausstellen könnte. Die unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu einem Kunstwerk wären eine spannende Sache – und würden vielleicht auch ein wenig die schon sehr absolut klingenden Interpretationen hinterfragen, die zum Beispiel der offizielle Ausstellungskatalog liefert.)

Es ist vielleicht ein etwas banausischer, profaner Ansatz aber ich mag es auch gerne, wenn mich Kunst in meiner Arbeit als Designer inspirieren kann und mich aus den alltäglichen Sachen und Blickweisen herausreißt. Generell konnte die documenta Gedanken nicht so richtig in Gang bringen – weder was die Aussagen der Werke betrifft noch auf diese gestalterisch inspirierende Art …

Als Fazit bleibt ein neutrales “nicht gut, auch nicht schlecht”. Eben grau.

Die Bildbunt-Eindrücke in Bildern.

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Flickr – nochmal.

Sehr ärgerlich, dass sich Flickr nach der Übernahme durch Yahoo! so gewandelt hat – und dieser Wandel jetzt deutlich spürbar wird. Der Spaß am unbeschwerten Benutzen der einstmals einfach guten & netten Foto-Community ist weg.
Auch ärgerlich, dass ich gerade vor kurzem einen Zwei-Jahres-Account dort abgeschlossen habe. Nach etwas Zögern bin ich nun zu dem etwas zerknirschten Schluss gekommen, dass aller Missmut darüber erstmal nicht so viel nützt. Ich werde den Account so lange er sowieso bezahlt ist weiter nutzen – und nach Ablauf zu einem Angebot wechseln, dass weniger herablassend mit seinen Nutzern umgeht und halbwegs glaubhaft versichern kann, das soetwas jetzt und auch in Zukunft nicht zur Firmenphilosophie gehört. – Die ganze Sache hat nur eines sehr deutlich klargemacht: Passieren kann soetwas schnell mit jedem Web-2.0-Angebot. Egal welchen Anspruch es einmal hatte. Und es bleibt bei stark auf soziale Vernetzung ausgelegten Sites erstmal ein kritischer Punkt, dass das Angebot eben letztendlich doch nicht den Nutzern gehört und ein Wechsel “zur Konkurenz” schnell einen hohen Preis hat. Grundlegende, leider ziemlich zutreffende Gedanken gibt es dazu in einem lesenswerten Telepolis-Artikel.

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Lebensmittel als Inspiration Pt. II

Beim Durchsehen älterer Bildbunt-Arbeiten fiel mir gerade auf, dass Nahrungsmittel schon öfter inspirierende Wirkung hatten. Die Collage zeigt die damalige Hauptbeschaffungsquelle der Kinder-Schokolade-Tagesration. – Der begehbare Kiosk von Herrn Becher in Frankfurt-Bockenheim. Wie dem offiziellen Laden-Schild zu entnehmen ist, werden auch Wurst-Backwaren-Milch geführt – was für mich allerdings immer eher uninteressant war …

SÜSSIGKEITEN

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Würstel.

Diese kleine Fingerübung entstand direkt nach einem Besuch unserer Lieblingswürstel-Bude auf der Schanze. Die Wuchtbrumme + Pommes lagen angenehm im Bauch und die Flyer auf dem Tisch. Also warum nicht mit der Schere etwas umgestalten …

Mhh. Lecker!

Mahlzeit!

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Traurg. Flickr.

Es ist gerade sehr traurig, was mit Flickr passiert. Und es verdirbt nicht nur mir den Spaß daran (zahlendes) Mitglied dieser bisher sehr coolen, vielfältigen und netten Community zu sein. Vielleicht sind die aktuellen Zensurmaßnahmen tatsächlich durch zu befürchtende Konsequenzen im, nicht immer gerade im Sinne mündiger Bürger handelnden, Rechtsstaat Deutschland begründet. Aber trotzdem bleibt, dass flickr/Yahoo! mit dem Thema sehr unverständlich umgeht und erst sehr spät überhaupt zu Erklärungen bereit war. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Ganze Sache durch die falschen Stellen gesteuert wird: Rechtsanwälte und Führungspersonen, die viel zu weit vom User und dem Angebot weg sind, mit dem sie ihr Geld verdienen. Und die vermutlich nicht mal im Ansatz verstehen, welche Faktoren Angebote wie flickr so beliebt gemacht haben! Dazu gehören nicht unbedingt Zensur & Bevormundung. – Weitere Gedanken dazu gibt es im lesenswerten Artikel von Franz Patzig – dem nicht mehr viel hinzufügen ist.

Censr.

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Verhüllt & interessant!

Schriftzüge an Fassaden finde ich sehr faszinierend. Meistens nicht gerade die CI-Konformen, die man in zahllosen Städten, in zahllosen Ländern an zahllosen Gebäuden in komplett gleicher Ausführung sieht. Eher Schriftzüge, die bewusst oder zufällig einen eigenen Charakter haben. Wie zum Beispiel die Lettern der noch nicht eröffneten Filiale der Hamburger Sparkasse am Jungfernstieg. Die einzelnen Buchstaben sind zwar nicht sehr leserlich – was auch der tiefere Sinn der Verhüllung sein dürfte ;-) – haben aber einen ganz eigenen optischen Reiz. Mal sehen, wer die Buchstaben in den nächsten Tagen zuerst enthüllt – der Hamburger Wind, der schon daran zerrt oder die Hamburger Sparkassen-Mitarbeiter. Schade, dass das Ganze dann wieder sehr gewöhnlich aussehen wird …

Verhüllter Schriftzug
Verhüllter Schriftzug

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Unglaublich? Witzig?

Es gibt Momente, in denen man unweigerlich ein wenig zusammenzuckt. Auch beim arglosen Aufrufen von Websites. Eine Web- und Werbeagentur aus Esslingen sucht zur Zeit personelle Verstärkung. Unter anderem über einen Teaser auf der Website. Soweit so gut. Allerdings sieht dieser Teaser so aus:

Screenhshot Teaser

Thema: Das ist doch nicht normal | 1 Kommentar

Sehenswert: Flickr-Groups.

Angeregt durch den Beitrag über die Flickr-Group MinorUrbanDisasters – die neben hervorragenden Bildern einen netten Blick auf kleine Katastrophen zeigt, an denen man sonst eher achtlos vorbeigeht – habe ich auch mal etwas in anderen Gruppen gestöbert. – Und da gibt’s jede Menge nette Bildzusammenstellungen zu sehen!

Zum Beispiel diese:
LOMO.tw
RUSTY and CRUSTY

LOMO.tw
RUSTY and CRUSTY

Thema: Fotografie | Kommentar schreiben!

Broken Dreams.

Nach und nach wollen wir hier einige unserer Arbeiten und grafischen Experimente zeigen. Den Anfang macht eine etwas ältere Collage. – Inspiriert durch Easy Rider.

Broken Dreams

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