KW15/2010

Als ich in der KW15 mit Andreas zur re:publica 2010 gefahren bin, hatte ich keine Vorstellung von dem, was mich erwarten wird. Ich habe vorher noch keine Konferenz dieser Art besucht.

Aber jeder Vortrag, den ich mir angehört habe, hat mit seiner jeweiligen Ausage Impulse bei mir freigesetzt. Ich habe Gleichgesinnte gefunden, die meine Gedanken und Ideen teilen. Und viele der Vorträge hallen bis heute noch bei mir nach.

In diesem Sinne kann ich nur sagen: Sharing is caring!


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re:publica 11 wir kommen!

Nach unserem letztjährigen Debüt – das uns ausgesprochen gut gefallen hat – werden wir auch dieses Jahr wieder dabei sein!

Wir freuen uns schon auf die Vorträge, spannende Themen, massig Input, auf neue Gedanken, auf gute Ideen und auf Berlin! – Und vor allem natürlich darauf, die Leute, die uns das restliche Jahr hauptsächlich über twitter und Blogbeiträge begleitet haben, mal wieder in Fleisch und Blut wiederzusehen!

Wer uns treffen möchte: Wir werden die kompletten 3 Tage da sein und sind eigentlich immer für ein nettes Schwätzchen bei einem guten Getränk (besser keine Club-Mate*) zu haben. Einfach anquatschen. – Wir sind die Zwei, die sich mit den wenigstens Gadgets im Gepäck, etwas schüchtern in den Ecken rumdrücken und wieder verzweifelt versuchen werden WLAN-Empfang im Friedrichstadtpalast zu bekommen. ;)

Unsere letztjährige Erkundungstour durch Berlin werden wir im Anschluss an die re:publica ebenfalls fortsetzen. Beim letzten Mal gab’s so viele interessante Ecken, die wir leider nicht geschafft haben. Das Erkunden werden wir neben der klassischen einfach-mal-in-interessant-aussehende-Gegenden-latschen diesmal per Foursquare, Foodspotting & Co. elektronisch noch ein wenig ausbauen. Für persönliche Tipps, was wir auf keinen Fall verpassen sollten, sind wir natürlich ebenfalls dankbar!

* habe letztes Jahr während der re:publica tapfer und voller Todesverachtung mindestens die Hälfte einer riesigen Club-Mate-Flasche ausgetrunken. Im Übrigen ein Erlebnis, dass nicht unbedingt wiederholt werden muss.


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Design Blast 2010 – Der Rückblick

Wie auch Eike König während seines Vortrags bemerkte, ist “Design Blast” nicht unbedingt der glücklichste Name für eine Konferenz – aber das ist “Hort” für ein Designstudio vielleicht auch nicht – insofern sind Namen manchmal doch nur Schall & Rauch.

Die Konferenz selbst, die zum 3. Mal in Karlsruhe stattfand, war eine kleine, sehr gelungene Veranstaltung! Schöne Location mit Tageslicht & viel Sonne. Gute Redner, tolle Organisation & Verpflegung. Und Inspiration.

Das diesjährige Motto der komplett von den Studenten der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe organisierten, gestalteten und moderierten Veranstaltung war “Mut”.

Bis auf Åbäke, die etwas am Thema vorbei einfach eine Sammlung sehenswerter Arbeiten präsentierten, war es spannend & interessant, was von den eingeladenen Designern (Julia Lohmann, Eike König, Brendan Walker und Marco Fiedler) zum Thema “Mut & Design” zu hören war!

Am meisten beeindruckt haben mich dabei die Arbeiten und der Vortrag von Julia Lohmann, die in Ihrer bisherigen Laufbahn als Designerin bereits einiges an Mut bewiesen hat! – Durch die Arbeiten selbst, aber auch durch die Wege die sie eingeschlagen oder bewusst abgebrochen hat.

Ebenfalls sehens- und hörenswert war erwartungsgemäß der Vortrag von Eike König (Hort). Mir gefiel die Ehrlich- und Geradlinigkeit. Einige Arbeiten von Hort waren natürlich auch zu sehen – aber über die braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte zu verlieren. Die sind bekannt & gut.

Interessant waren die Gedanken, die in fast allen Beiträgen mitschwangen:

  • Die Möglichkeit zu haben gutes Design umsetzen zu können erfordert zuallererst den Mut, Berater auf Augenhöhe statt bloßer Dienstleister zu sein
  • “Die Werbung” ist nicht unbedingt das attraktivste Arbeitsfeld für Designer.
  • Mut kann unbequem sein. Muss es vielleicht sogar auch.
  • Mut heißt, sich selbst herauszufordern
  • Entscheidend ist, Dinge anzupacken von denen man überzeugt ist

Eine weitere bemerkenswerte Sache, die sowohl bei den Vorträgen von Julia Lohmann als auch von Brendan Walker deutlich wurde: In England werden offenbar weit weniger Grenzen zwischen Kunst und Design gezogen. Designer scheinen dort oft ein etwas anderes Selbstverständnis zu haben. “Gestalten” heißt dort – wohl mehr als hier – soziale und gesellschaftliche Aspekte mit einzubeziehen.

Ein weiterer Part der Designkonferenz war die Verleihung des Output-Awards an herausragende studentische Arbeiten.

Dabei wurde der Schwerpunkt diesmal auf Arbeiten gelegt, die eher forschenden Charakter hatten, konzeptionell neue Ansätze verfolgten und versuchen neue Felder zu erschließen. Und es waren dazu tolle Beispiele zu sehen!

Was überall auf der Konferenz und auch in der Laudatio zur Preisverleihung des Output-Awards mitschwang ist ein – hoffentlich genereller – Trend: Design mit Substanz – nicht der tausendste bequeme Stuhl, oder das tausendste “sexy” Design – sondern Ideen & Konzepte, die wirklich etwas aussagen und bewirken! Sachen, die “Funktion” nicht nur auf (marketing-)technische Aspekte beschränken, sondern gerne auch in größerem gesellschaftlichem Zusammenhang gedacht werden!


Weiter Bilder von der Design Blast 2010 …


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re:publica 2010

Da Bildbunt jetzt erstmal ein paar Tage Urlaub hat, hier (vorerst) nur ein kurzer, knapper Bericht:

+++ 3 Tage re:publica sind zu Ende. Für Bildbunt die erste re:publica – aber sehr sicher nicht die Letzte! +++

+++ Viele spannende Vorträge +++ Privacy vs. Public, Design-Thinking, Revolution von Produktion und Arbeitswelt, Zensur & Kontrolle des Internets, Medienguerilla, Trolle & Shitstorms, die Kehrseiten des Internets, die Chancen durch’s Netz +++

+++ Erholsam, dass Philosphie & Haltung oft das Kernthema vieler Vorträge war – und nicht Businnes, Vermarktbarkeit und die oft zu oberflächlich und zu schnell monetär gedachten Dinge +++

+++ Der gesamte Input während der 3 Tage in Berlin war mal wieder sehr anregend und wird noch einige weitere Gedanken ins Rollen bringen. +++ Auswirkungen auf unsere Blogs (hier und bei fein-am-main.de) nicht ausgeschlossen. +++

+++ Noch zu erwähnen: Die nette Abschlussparty in der Kalkscheune +++ Was die Feierei betraf, war die re:publica-Crowd etwas zurückhaltend – dafür gab’s aber richtig gute Musik von DJs und Live-Acts. +++


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Usability Kongress, Frankfurt

Usability Kongress 2009

Ich bin gerade zurück vom Usability Kongress Frankfurt (eigentlich in Neu-Isenburg Gravenbruch).

Fazit: Eine Veranstaltung mit interessanten, gut gemischten Themen und teils sehr informativen Vorträgen rund um Usabilty/User-Experience. Leider konnte ich nur heute dort sein und habe den ersten Teil der Konferenz verpasst.

Etwas schwierig war der Start des heutigen Konferenztages. Der polemische Initialvortrag zum Thema Usabilty & Social-Media von Frank Puscher hat zunächst den Eindruck hinterlassen eventuell auf einer Veranstaltung für Gatekeeper, die auf Biegen und Brechen an alten Modellen und der verzweifelten Sicherung des Status-Quo im Netz festhalten – ob sinnvoll oder nicht – gelandet zu sein.

Das konnte durch die Folgenden, teils sehr intelligenten und informativen Vorträge zu den unterschiedlichsten Facetten von Usability zum Glück schnell widerlegt werden.

Nichtsdestotrotz ein paar Worte zum Social-Media-Vortrag. Viele der Argumente waren einfach zu haarsträubend um unkommentiert zu bleiben. Hauptthesen: Social-Media ist für die meisten Menschen irrelevant. Social-Media produziert haufenweise Irrelevanz und bietet daher – ausser den Nerds – keinen Nutzen. Social-Media-Angebote haben eine miese Usability (Social-Media vs. Usability).
Unerwähnt blieb, dass Social-Media in vielen Bereichen (Facebook, YouTube, Wikipidia, …) schon tief in die Welt von “Normalusern” Einzug gehalten hat. Die sind sich sicher nicht explizit bewusst, dass sie “Social-Media” nutzen – was aber auch völlig egal ist und nichts daran ändert, dass die Angebote für sie durchaus persönliche Relevanz haben! Das Argument hat mich vor allem deshalb so massiv gestört, weil einer der Punkte, der an Social-Media begeistert, genau der ist, dass man über Dienste wie flickr, delicious, twitter, … und die Verknüpfung zu Menschen mit ähnlichen Interessen, Geschmack, Ideen & Ansichten extrem schnell für sich sehr relevanten Content frei Haus geliefert bekommt, den man über Google & Co. niemals entdecken würde. Sei es tolle, inspirierende Bilder, interessante Links, schöne Produkte oder genau die Informationen zu Themen, die einen selbst unter den Nägeln brennen! Diese Aspekte wurden beim Vortrag wohl vergessen. Nicht nachvollziehbar war auch die Sache mit “Usability vs. Social-Media”. Sowohl bei “klassischen” Webangeboten, wie auch Social-Media-Sites, gibt es hervorragende und weniger hervorragende Beispiele. Ich kann nicht erkennen, wie Social-Media automatisch zu schlechter Usability führen soll. Scheint eine komische Schlussfolgerung zu sein.

Zurück zu den restlichen Vorträgen.

Besonders informativ und horizonterweiternd fand ich die Sessions zu Usability für spezielle Zielgruppen – hauptsächlich Senioren & Kinder. Der Vortrag von Helma Töpper (slash/work) gab Einblick in ein Thema “Wearables” (Notrufsysteme, oder Systeme, die Vitalfunktionen überwachen und direkt am Körper getragen werden) das ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Ein Themenfeld, in dem Usability & Design aber einen sehr nutzbringenden Beitrag leisten kann! Etwas, das es sich lohnt weiter zu denken. Auch die Testergebnisse zum Thema Kinder & Webnutzung im Vortrag von Erik Winterberg (SynthiCon AG) waren aufschlussreich. Vieles (wie nutzen Kinder in unterschiedlichen Altersgruppen das Netz) hätte man anders eingeschätzt.

Sehr gut waren auch die Sessions “Usability & Brand Experience” (Brannen Usable Brands) und “Usability als emotionale Inszenierung” (Interactive Tools; Redesign mobile.de, immobilienscout24.de, ARD Hauptstadtstudio), die gezeigt haben, dass gute Usability und emotionale und markengerechtes Design zusammengehören um die User-Experience rund zu machen. Oft wird beides ja recht platt als gegenseitiger Feind angesehen. Eine Einstellung, die ich auch nicht teilen kann.

Abgerundet wurde der Tag durch den guten, fundierten Vortrag von Gunnar Ulle (Teamleiter User Experience, neckermann.de) zum Thema Nutzermotive beim Online-Shopping.

Auf jeden Fall eine gute Konferenz – die einige interessante Gedanken losgetreten hat. Ein paar werden hier sicher demnächst noch zu lesen sein.


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Pink!

Eigentlich nur die (sehr praktischen) Wegweiser zur TypeRadio-Party bei der diesjährigen Typo in Berlin – aber gleichzeitig eine sehr nette Art die Stadt und zum Beispiel sonst eher zweifelhafte Sparkassen-Plakate zu verschönern. – BTW: Wo gibt es solches Klebeband in großen Mengen zu bezahlbaren Preisen?

TypeRadio-Party - Arzt
TypeRadio-Party - Lippenstift


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