re:publica 11 wir kommen!

Nach unserem letztjährigen Debüt – das uns ausgesprochen gut gefallen hat – werden wir auch dieses Jahr wieder dabei sein!

Wir freuen uns schon auf die Vorträge, spannende Themen, massig Input, auf neue Gedanken, auf gute Ideen und auf Berlin! – Und vor allem natürlich darauf, die Leute, die uns das restliche Jahr hauptsächlich über twitter und Blogbeiträge begleitet haben, mal wieder in Fleisch und Blut wiederzusehen!

Wer uns treffen möchte: Wir werden die kompletten 3 Tage da sein und sind eigentlich immer für ein nettes Schwätzchen bei einem guten Getränk (besser keine Club-Mate*) zu haben. Einfach anquatschen. – Wir sind die Zwei, die sich mit den wenigstens Gadgets im Gepäck, etwas schüchtern in den Ecken rumdrücken und wieder verzweifelt versuchen werden WLAN-Empfang im Friedrichstadtpalast zu bekommen. ;)

Unsere letztjährige Erkundungstour durch Berlin werden wir im Anschluss an die re:publica ebenfalls fortsetzen. Beim letzten Mal gab’s so viele interessante Ecken, die wir leider nicht geschafft haben. Das Erkunden werden wir neben der klassischen einfach-mal-in-interessant-aussehende-Gegenden-latschen diesmal per Foursquare, Foodspotting & Co. elektronisch noch ein wenig ausbauen. Für persönliche Tipps, was wir auf keinen Fall verpassen sollten, sind wir natürlich ebenfalls dankbar!

* habe letztes Jahr während der re:publica tapfer und voller Todesverachtung mindestens die Hälfte einer riesigen Club-Mate-Flasche ausgetrunken. Im Übrigen ein Erlebnis, dass nicht unbedingt wiederholt werden muss.


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Keine Gründe sind die falschen Gründe.

Ich erwische mich in letzter Zeit oft beim Kopfschütteln.

Kopschütteln darüber aus welchen Gründen Dinge gemacht werden. Oder besser gesagt: Das es auch niemanden stört, wenn es überhaupt keine Gründe gibt.

Als Designer treibt mich das Thema vielleicht nochmal besonders um. Ich sehe Design in erster Linie als Lösung einer Aufgabe oder eines Problems. Für alles, das man gestaltet – und vor allem, wie man es gestaltet – sollte es trifftige Gründe geben. Aber Gründe können auch in allen anderen Bereichen & Disziplinen nicht schaden. Zum Beispiel dabei, wirklich Dinge von Wert zu schaffen. Und nicht irgendetwas, dessen einziger Enstehungsgrund ist, dass irgendjemand dafür bezahlt. – Und manchmal noch nicht einmal das. Es gibt im Agentur-Umfeld viele Dinge, die hier gründlich schief laufen – Ich fürchte aber leider, dass das Problem auch die meisten anderen Branchen betrifft.

Um nochmal ganz kurz auf das Kopfschütteln zurückzukommen: Es kann nicht sein, dass nicht mehr nach den Gründen für ein Projekt gefragt wird, sondern einfach losgelaufen, ausgeführt & produziert wird. Egal was. Egal wie. – Aber aus einigen Jahren Erfahrung & Beobachtung in meinem Job muss ich leider sagen: Es kann doch sein. Es werden seitenweise Dokumente & Papier produziert, nur um, wie angeboten ein “Konzept” abliefern zu können. Gerne auch nachträglich, wenn alles Andere schon längst steht. Mann macht ohne Not schwachsinnige Dinge, von denen jedem Beteiligten klar ist, dass es Schwachsinn ist. Beliebter “Grund”: Das wurde mal irgendwann so festgelegt. Absurd. Und dafür gibt es leider noch mehr Beispiele. Es entstehen ganze Websites, Flash-, 3D-Animationen, Apps und sonstige Sachen, ohne dass es dafür einen wahren, echten Grund gäbe. Im Zweifelsfall reicht es aus, dass die Technologie gerade “im Trend” ist und man dabei sein muss: “Mach’ mal ‘ne App.” – “Wofür? Was ist das Ziel? Was soll die Kernfunktion sein? Wie ist der weitere Ausblick dafür?” – “Weiß ich auch nicht. Aber mach’ma. – Erstmal nur so für’s Look’n'Feel”.

Erschreckend ist, wie solche “Gründe” plötzlich wie verselbständigte Zombies durch Firmenkultur und Denken in Unternehmen laufen. Erschreckend, wenn Menschen garkeine Gründe mehr brauchen, sondern ein Zeitplan und ein paar Arbeitsanweisungen reichen. Dann ist es offenbar auch nicht mehr entscheidend, ob dies Pläne überhaupt jemals Hand & Fuß hatten. Und auch nicht, dass man gegebenenfalls genau weiß, dass sie das niemals hatten. Beängstigend mit anzuschauen, wieviel Arbeitsenergie und Geld dabei sinnlos verbrennt.

So kann es nicht sein. Es gibt keinen zwingenden Grund es so zu machen. – Auch wenn oft genau das vermittelt wird. – Es muss für das, was man tut echte Gründe geben, Verantwortung für die eigene Arbeit – im besten Fall gepaart mit Leidenschaft & Begeisterung.

Dazu gehört auch der Mut von Dingen abzuraten, die nicht die Passenden sind. An den richtigen Stellen “Nein” zu sagen und zu allererst nach den Gründen & Zielen zu fragen! Eigentlich einfach: gute Beratung.

Die Parole “wir müssen dem Kunden halt irgendetwas verkaufen, auch wenn er das gerade nicht braucht” habe ich noch nie verstanden. Wenn etwas nicht passt gibt es trotzdem fast immer etwas Sinnvolles, das man stattdessen anbieten kann. – Und sei es nur, den Kunden an einen guten Partner zu verweisen, der ihm bei seiner Aufgabe wirklich weiterhilft. Zur Stelle kann man sein, wenn es tatsächlich etwas zu tun gibt, das in den eigenen Kompetenzbereich fällt. Das Geld, dass ein Kunde bezahlt, sollte ein Produkt oder eine Dienstleistung auch wert sein – und nicht nur eine Maschinerie befüttert werden, die sich reihum für Mist auf die Schulter klopft.

Ziemlich schnell liegt bei solchen Gedankenspielen das Wort “Idealist” in der Luft. – Aber was spricht dagegen mit seiner Arbeit Dinge von Wert entstehen zu lassen? Etwas umzusetzen, für das es einen echten Grund gibt? Warum tun sich so viele Unternehmen damit so unglaublich schwer?

Es wird wieder höchste Zeit für Gründe! Und für gute, sinnvolle Arbeit, die etwas bewirkt.


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Design Blast 2010 – Der Rückblick

Wie auch Eike König während seines Vortrags bemerkte, ist “Design Blast” nicht unbedingt der glücklichste Name für eine Konferenz – aber das ist “Hort” für ein Designstudio vielleicht auch nicht – insofern sind Namen manchmal doch nur Schall & Rauch.

Die Konferenz selbst, die zum 3. Mal in Karlsruhe stattfand, war eine kleine, sehr gelungene Veranstaltung! Schöne Location mit Tageslicht & viel Sonne. Gute Redner, tolle Organisation & Verpflegung. Und Inspiration.

Das diesjährige Motto der komplett von den Studenten der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe organisierten, gestalteten und moderierten Veranstaltung war “Mut”.

Bis auf Åbäke, die etwas am Thema vorbei einfach eine Sammlung sehenswerter Arbeiten präsentierten, war es spannend & interessant, was von den eingeladenen Designern (Julia Lohmann, Eike König, Brendan Walker und Marco Fiedler) zum Thema “Mut & Design” zu hören war!

Am meisten beeindruckt haben mich dabei die Arbeiten und der Vortrag von Julia Lohmann, die in Ihrer bisherigen Laufbahn als Designerin bereits einiges an Mut bewiesen hat! – Durch die Arbeiten selbst, aber auch durch die Wege die sie eingeschlagen oder bewusst abgebrochen hat.

Ebenfalls sehens- und hörenswert war erwartungsgemäß der Vortrag von Eike König (Hort). Mir gefiel die Ehrlich- und Geradlinigkeit. Einige Arbeiten von Hort waren natürlich auch zu sehen – aber über die braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte zu verlieren. Die sind bekannt & gut.

Interessant waren die Gedanken, die in fast allen Beiträgen mitschwangen:

  • Die Möglichkeit zu haben gutes Design umsetzen zu können erfordert zuallererst den Mut, Berater auf Augenhöhe statt bloßer Dienstleister zu sein
  • “Die Werbung” ist nicht unbedingt das attraktivste Arbeitsfeld für Designer.
  • Mut kann unbequem sein. Muss es vielleicht sogar auch.
  • Mut heißt, sich selbst herauszufordern
  • Entscheidend ist, Dinge anzupacken von denen man überzeugt ist

Eine weitere bemerkenswerte Sache, die sowohl bei den Vorträgen von Julia Lohmann als auch von Brendan Walker deutlich wurde: In England werden offenbar weit weniger Grenzen zwischen Kunst und Design gezogen. Designer scheinen dort oft ein etwas anderes Selbstverständnis zu haben. “Gestalten” heißt dort – wohl mehr als hier – soziale und gesellschaftliche Aspekte mit einzubeziehen.

Ein weiterer Part der Designkonferenz war die Verleihung des Output-Awards an herausragende studentische Arbeiten.

Dabei wurde der Schwerpunkt diesmal auf Arbeiten gelegt, die eher forschenden Charakter hatten, konzeptionell neue Ansätze verfolgten und versuchen neue Felder zu erschließen. Und es waren dazu tolle Beispiele zu sehen!

Was überall auf der Konferenz und auch in der Laudatio zur Preisverleihung des Output-Awards mitschwang ist ein – hoffentlich genereller – Trend: Design mit Substanz – nicht der tausendste bequeme Stuhl, oder das tausendste “sexy” Design – sondern Ideen & Konzepte, die wirklich etwas aussagen und bewirken! Sachen, die “Funktion” nicht nur auf (marketing-)technische Aspekte beschränken, sondern gerne auch in größerem gesellschaftlichem Zusammenhang gedacht werden!


Weiter Bilder von der Design Blast 2010 …


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Gesunder Menschenverstand

Ich Frage mich in letzter Zeit öfter, was das für eine Welt wäre, in der man einfach – so mir nichts dir nichts, mal wieder zu gesundem Menschenverstand zurückkehren würde. Ich glaube, eine ganz Gute.

Keine Firmen, die man garnicht braucht. Kein Spekulieren mit Geld, das nicht existiert. Kein Bauen von Gebäuden, die niemand beziehen möchte. Nicht investieren um des Investierens willen. Kein künstliches am-Leben-halten von Wirtschaftszweigen, die von der Zeit überholt wurden. Keine Meetings, nur damit man mal darüber gesprochen hat. Keine Arbeit nur für Einkommen und nicht, weil die Arbeit für irgendjemanden einen Nutzen hätte. Keine Dinge umsetzen, die noch nichtmal derjenige versteht, der sie umsetzt. Keine Projekte, die keinen Sinn und Zweck erfüllen, sondern lediglich existieren, weil man sie verkaufen kann. Keinen absoluten Bullshit, nur, weil er so mal in Stein gemeiselt wurde.

Fehler zugeben können. Nach Zielen fragen. Leute an Themen lassen, die davon Ahnung haben. Kein Socialising & Networking – sondern nette, ehrliche Gespräche und gute (Geschäfts-)beziehungen. Nicht Werkzeuge für Lösungen halten. Nichts machen, was Andere machen, ohne es verstanden zu haben. Verantwortung für seinen Bereich übernehmen. Sinn & Zweck von Dingen hinterfragen. Sachen anfangen, die tatsächlich nützlich sind.

In die Zukunft denken.


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Manches nervt. Manches sehr.

Failwhale
© tveskov

Mal ein paar aktuelle Gedanken zu Twitter – und teilweise auch zu Social-Media allgemein.

Es liegt zum Teil sicher daran, dass neue Spielzeuge immer irgendwann etwas von ihrem anfänglichen Reiz verlieren, aber vielleicht gibt es auch tatsächlich ein paar gravierendere Dinge, die anfangen zu nerven.

Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, schätze ich an Twitter vor allem den Mix aus schneller Information, guten Links, Wortwitz, interessanten Einblicken und wohldosiertem Nonsens. Das lässt sich durch Auswahl der Leute, deren Tweets man folgt, gut steuern. – Nur wird es in letzter Zeit auffallend oft nötig die Dosierung zu justieren.

Was mich stört:

  • Es greift um sich, Tweets auf Favcharts, Re-Tweets und Twitterlesungen totzuoptimieren. Tweets, die früher mal spontan & gut, manchmal auch etwas sperrig oder ungeschliffen waren, wirken immer bemühter. Teilweise wird “Lustiges” in einer Frequenz rausgehauen, dass einem schwindlig wird. Manchmal wird nur noch “Lustiges” rausgehauen.
  • Die manchmal mitschwingende Attitüde, dass die Netzgemeinschaft etwas Besonderes ist. Und der Rest Idioten.
  • Hetze und Eindreschen auf Personen. Wenn irgendein Hans-Martin in irgendeiner Sendung unsympathisch rüberkommt, oder jemand sonst den Unmut der Netzwelt auf sich zieht, ist es erschreckend, wie schnell sich ein ganzer virtueller Mob zusammenrottet, der einzelne Personen durch die Twitter-Sphäre treibt und sich hemmungslos mit lustigen Hetz-Tweets hochschaukelt. Es gibt Grenzen. Man sollte wissen, wann Schluss ist. Nachtreten und “Alle gegen Einen” sind Scheiße. Online auch.
  • Das mit den Grenzen gilt auch für das Überschreiten des Haltbarkeitsdatums von Gags & Memen. Irgendwann sind die einfach fad.
  • Der an manchen Ecken spürbare Hauch von Meinungsmache gepaart mit allzugroßer Wichtignehmerei. Ein Online-Anschluss + Twitteraccount legitimieren noch nicht dazu Regeln für Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Journalismus, Urheberrecht, … aufzustellen

Alles Sachen, die sich aber noch in Grenzen halten – und sich durch tatsächlich soziales Verhalten der Nutzer abfangen lassen. Nutzen & Spaß an Twitter und anderen sozialen Netzwerken überwiegen. Nach wie vor. Und hoffentlich auch in Zukunft!


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Design ist kein Make-Up!

Design ist kein Make-Up!

Design bedeutet nicht Schönschminken. Das sollte eigentlich klar sein. Ist es aber leider nicht.

Design hat in Deutschland eher geringen Stellenwert. Es wird mit unnötigem Luxus, Schnickschnack, etc. assoziert. Nicht mit etwas, dass das Leben bereichert – und im besten Fall einfacher macht.

Das Problem betrifft allerdings leider nicht nur die Allgemeinheit, sondern auch das professionellere Umfeld.

“Design ist optischer Firlefanz. Designer spinnen. Designer legen Wert auf schöne Optik. Und sonst Nichts. Designer gestalten Sachen, die sich nicht umsetzen lassen. Design ist im Grunde nicht so wichtig.”

Was dabei so gut wie immer ausser acht gelassen wird: Gutes Design verfolgt ein Ziel! Es sucht nach der optischen Lösung, die den Zweck eines Produktes oder Projekts am besten erfüllt.

Charles Eames hat das so ausgedrückt:

“Design is a plan for arranging elements in such a way as best to accomplish a particular purpose.”

Bezogen auf Design für Online-Medien – in diesem Fall das Fachgebiet, auf dem ich mich bewege – heißt das, dass der grundlegende Aufbau, die Wahl von Farbigkeit, Schrift, Bildmaterial, die Anordnung & Gruppierung von Elementen, usw., usw. auf das Ziel ausgerichtet ist einen Webauftritt oder eine Online-Applikation einfach & intuitiv bedienbar zu machen und das zurecht- und wohlfühlen dort bestmöglich zu unterstützen!

- Weitere wichtige Aufgabe, die das Design leisten muss: Die passende Darstellung von Marke, Unternehmen und Produkten. Auch hier ist es wichtig mit der optischen Sprache nicht irgendeinen, sondern den richtigen Ton zu treffen!

Gutes Design ist kein Produkt von Zufall, purem Geschmack oder aktueller optischer Trends, sondern das Ergebnis zielgerichteter, maßgeschneiderter Überlegung, Planung – und am Ende der professionellen, sauberen Umsetzung!

Aus dem “Make-Up”-Mißverständnis heraus entstehen schnell Hindernisse, die gute Gestaltung unnötig schwer machen:

Mangelndes Briefing
Man muss die Ziele und Rahmenbedingungen eines Projekts kennen, um punktgenau & professionell gestalten zu können! Wenn Design nur als purer Anstrich aufgefasst wird, fehlt oft das Bewusstsein, dass überhaupt Hintergrundinformationen benötigt werden.

Dazu ein weiteres, sehr treffendes Zitat von Herrn Eames:

“Recognizing the need is the primary condition for design.”

Bereits vordefiniertes Design
Es wird nicht die Lösung einer Gestaltungsaufgabe vom Designer verlangt – was sein Job ist – sondern Ausmalen einer Vorlage.
Statt dem Verantwortlichen möglichst genau Aufgabe und Problemstellung zu erläutern, wird bereits eine – oft nur vermeintliche – Lösung vorweggenommen.

Designer dürfen nicht als verlängerte Photoshop-Hand mißbraucht werden: Kunde & Agentur können weitaus mehr von ihm bekommen! Und sollten es auch einfordern!

Technik als Showstopper
An der Schnittstelle von Design und Technik steht schnell das “unnötiger Schnickschnack”-Argument im Raum. Es fehlt manchmal der Blick, dass man als Designer ebenfalls einen Job zu erledigen hat und nichts lediglich auf Geschmack und ein bißchen unverständlicher Kunst basiert und Dinge daher nicht einfach mit einem undifferenzierten “geht nicht” ersatzlos gestrichen werden können!

Programmierung darf nicht zum Stopper für Ideen & Maßnahmen werden, die zwar aus rein technischer Sicht “nicht unbedingt notwendig sind”, vielleicht sogar etwas mehr Aufwand erfordern – aber aus dem Blickwinkel besserer Usability, Erzielung einer bestimmten Wirkung & Aussage, usw. aber wichtig für das Projekt sind!

Während für die Programmierung Dinge wie Standardkonformität, sauberer Code, Performance und möglichst einfache Umsetzung im Vordergrund stehen, ist es beim Design das Bestreben die beste optische & ästhetische Lösung für die gestellte Aufgabe zu finden. – Dies kann auch die sein, die dem Programmierer nicht gefällt. Muss sie auch nicht. Genausowenig, wie dem Designer die Syntax des Codes gefallen muss. Dafür ist jeder Experte auf seinem Gebiet. Und auf Beiden Seiten braucht es Vertrauen in die jeweiligen Fähigkeiten.

Gute Designer kennen technischen Rahmenbedingungen und beachten sie. – Das heißt aber auch, dass sie einschätzen können, wo dieser Rahmen, falls es wirklich erforderlich ist, noch Spielraum hat.

Bei tatsächlichen Konflikten muss gemeinsam an einem Weg gearbeitet werden, der gestellte Anforderungen an beide Bereiche – Programmierung und Design – erfüllt. Statt fauler Komprommisse: Lösungen, die dem Ziel eines Projektes nicht schaden.

Keine Disziplin darf dabei “per Definition” über der Anderen stehen. Design ist genauso essentiell wie Technik. Es sollte der Normalfall sein, dass sich beide Bereiche ergänzen und zu einem Projekt aus einem Guss verschmelzen!

Argument “Kosten” – Der Wert von Design
Es darf nicht passieren, dass Technik & Kosten die einzigen Argumente sind, die in die Wagschale geworfen werden und denen das Design automatisch zum Opfer fallen muss. – Die Folge werden schlechte Projekte sein! Die beste Programmierung und der beste Kostenrahmen helfen nichts, wenn die Schnittstelle zum User – die gestaltete Oberfläche vernachlässigt wird oder dort falsche Kompromisse eingegangen werden.

Design ist kein Make-Up. Design hat einen Wert und es ist sträflich den zu vernachlässigen!


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