Fantasy Filmfest, Frankfurt

Angst

Auch diesmal haben wir uns auf dem Fantasy Filmfest ein paar Filme abseits von Splatter, Ufos & Aliens ausgesucht und angeschaut.

Vorläufig: “A film with me in it” und “In the electric mist”.
Eventuell kommen noch ein paar Filme bis Mittwoch dazu (so lange läuft das Filmfestival hier in Frankfurt noch).

“A film with me in it” ist ein tiefschwarzer irischer Film, auf den ein Wort zutrifft: “herrlisch”! Jede Menge absurde Situationen, sehr gute verschrobene Darsteller, jede Menge Tote. Das allerdings immer unabsichtlich. – Absolut empfehlenswert!

“In the electric mist” mit Tommy Lee Jones und John Goodman war ebenfalls nicht schlecht – was vor allem an Mr. Tommy Lee Jones und der dichten, spannenden Atmosphäre des Films lag. Leider gibt’s auch einige Ungereimtheiten & Lücken im Plot. Und möglicherweise auch etwas zu viele Handlungsstränge, die nicht schlüssig genug aufgelöst werden. Dennoch sehenswert.

Weitere Infos zum laufenden Festival in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart gibt es auf der gut gemachten Fantasy-Filmfest-Website.

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Filmkritik: Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Teil II)

Nachdem der erste Teil (Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt) durch Spannung, filmische Umsetzung und gute Schauspieler überzeugt hat, haben wir uns jetzt auch Teil II angesehen.

Trailer & Plakate, im Stil belangloser Action-Filme, werden ihm leider nicht richtig gerecht. Auch Teil II, der die Geschichte Jacques Mesrines fortführt und temporeich auf das unvermeintliche Ende zusteuert, überzeugt durch den Schauspieler-Stab (diesmal besonders erwähnenswert: der stets etwas unheimliche Mathieu Amalric) und die Bilder!

Im Vergleich ist Teil I vielleicht etwas besser ausgefallen – in Teil II machen aber vor allem die sehr authentische 70er-Jahre-Ausstattung und das etwas höhere Tempo Spaß!

7/10 Punkten

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Filmkritik: Public Enemy No. 1

Gestern wurde, eher zufällig, “Public Enemy No. 1″ angesehen. Ziemlich unbelastet, da wir vorab noch nichts vom Film gehört hatten.

Zu sehen bekamen wir einen sehr guten französischen Film. Mit unverbrauchten gut besetzten Darstellern (Vincent Cassel, Cécile De France). Einem schmierigen aber umso besseren Gérard Depardieu. Schon in der Anfangssequenz schönen Bildern. Und einer ingesamt sehr gut erzählten, spannenden Story!

Alleine die Original-Biografie von Jacques Mesrine der in den siebziger Jahren in Frankreich zum heimlichen Held und offiziellen Staatsfeind Nr. 1 avancierte, was bisher merkwürdigerweise völlig an mir vorbeiging, ist äusserst interessant und schon an sich filmreif!

“Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt” ist der 1. Teil des insgesamt 4 stündigen Filmprojekts. Teil 2 folgt im Mai! Der erste Part hat darauf schon Appetit gemacht!

“Public Enemy No. 1” – IMDb
Offizielle Website

7,5/10 Punkten

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Nippon Connection 2009

Japanisches Filmfestival, Frankfurt. 15. bis 19. April 2009

Nippon Connection, Frankfurt

Wie in den vergangenen Jahren ist bei Nippon Connection wieder sehr spannendes, kreatives Kino aus Japan zu erwarten! Und das auch weit abseits von Anime und allgemeinen Klischees. Das Festival präsentiert mit über 150 Kurz- und Langfilmen ein breites Spektrum – vieles davon als Deutschland- und Europapremiere. Rund 20 Filmemacher werden ihre Werke dabei persönlich vorstellen!

Veranstaltungsorte sind diesmal neben dem Festivalzentrum auf dem Uni-Campus Bockenheim, das Orfeos Erben, das Kino im Deutschen Filmmuseum und das Künstlerhaus Mousonturm.

Das Programm des Festivals ist in die folgenden Kategorien unterteilt:

NIPPON CINEMA bietet einen Überblick über aktuelle Kinoproduktionen. Aus der gezeigten Auswahl kührt das Publikum beim mit 2000 EUR dotierten NIPPON CINEMA AWARD den besten japanischen Film.

NIPPON DIGITAL präsentiert Animations-, Kurz- und Dokumentarfilme sowie digital produzierte Spielfilme. – Sicher sehr interessant um Neues und bisher nicht Gesehenes zu entdecken!

NIPPON RETRO widmet sich dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kino im Deutschen Filmmuseum dem Genre “Pink Film”, einem besonderen Low-Budget-Independent-Format zwischen japanischer Sexploitation und Kunst, das zahlreiche Regietalente, Anarchisten und Visionäre hervorgebracht hat.

NIPPON CULTURE zeigt mit Konzerten, Hörspielen, Tanz & Workshops verschiedenste weitere Aspekte japanischer Kultur und lädt ein diese direkt zu erleben.

Ausschau sollte man auf jeden Fall nach den hervorragenden Programmheften in Print-Form halten (Download als PDF). Alleine schon wegen der Gestaltung aber hauptsächlich wegen der im Verglich zur Website deutlich übersichtlicheren Programmdarstellung.

Ebenfalls empfehlenswert: Karten für die Filme schon im Vorverkauf zu reservieren. Erfahrungsgemäß werden die an den Festivaltagen immer sehr schnell knapp.

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The Wrestler

The Wrestler

“The Wrestler” ist mal wieder ein sehr guter Film im bereits etwas fortgeschrittenen Jahr – und Mickey Rourke hat den Golden Globe für die darstellerische Leitung zu recht verdient!

Die Figur ist vielschichtig dargestellt – nicht platt, wie man das von der Rolle “abgehalfterter, alternder Wrestler” vielleicht vermuten und eventuell beim Darsteller Rourke befürchten könnte. Auch alle anderen Hauptdarsteller überzeugen. Die Regie von Darren Aronofsky (Pi, Requiem for a dream) sowieso. Viele Szenen zeigen recht eindrücklich einen alternden, von seinem Beruf deutlich gezeichneten Mann, der sich lieber der Lächerlichkeit preisgibt und die Gesundheit auf’s Spiel setzt als diesen Beruf an den Nagel zu hängen um seinem Leben eine neue Perspektive zu geben. Gleichzeitig ist aber auch ein kämpfender Mann zu sehen – nicht im Ring, sondern um die Dinge in seinem Leben, die wirklich Bedeutung haben.

Es gibt viele Aspekte, Momente, Szenen im Film, die zum nachdenken anregen. Das alleine ist schon eine Qualität, die ich bei vielen Filmen in letzter Zeit vermisst habe.

“The Wrestler” – IMDb
Offizielle Website

Andreas: 9/10 Punkten
Daniela: 9,5/10 Punkten

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Der dritte Mann

Der dritte Mann I

Der dritte Mann II

Der dritte Mann III

Übrigens sehr sehenswerter, sehr zu Wien passender Film!

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James Bond: (Fast) alle Gunbarrel-Opener!

Alle Gunbarell-Opener an einem Stück! Von 1962 (Dr. No) bis 2006 (Casino Royale). Sehr nett die Evolution der ursprünglich von Maurice Binder entworfenen Sequenz zu sehen. Sowohl Gestaltung, Animation als auch Musik ändern sich von Mal zu Mal. Die jeweilige Jahreszahl ist – wenn sie nicht sowieso eingeblendet wäre ;-) – am deutlichsten anhand der musikalischen Veränderungen auszumachen.

Am Anfang gab es Bond noch mit Hut. George Lazenby (On here majesty’s secret service) sieht man auch im Opener seine Vergangenheit als Dressmann an, Roger Moore trägt lange Schlaghosen, jeder Schauspieler bewegt sich anders. Es gibt zwischenzeitlich eine aufwändiger animierten Linse, bei “Die another day” fliegt das einzige Mal eine Kugel in Richtung Betrachter und in Casino Royale ist die gesamte Sequenz schließlich stark stilisiert aber recht cool, genau auf den Punkt, in die Handlung eingeflochten.

Der ebenfalls auftauchende Opener aus “Never say never again” – kein offizieller Bond-Film – gehört eigentlich nicht in die Reihe – er ist aus lizensrechtlichen Gründen auch ganz anders gestaltet. Weder Gun noch Barrel.

In “Quantum of Solace” (nicht im Video zu sehen) erscheint diesmal wieder eine recht klassische Sequenz – allerdings am Ende des Films!

BTW: Mein Verdacht, dass auch der Tatort-Vorspann stark durch diese Sequenz beeinflusst war, scheint sich hier zu bestätigen …

(via)

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Quantum of Solace

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Davon abgesehen, dass zwei Dinge schockierend waren – die ruppige Behandlung des Aston Martins und das erstmaligen Fehlen der Line “My name ist Bond, James Bond” hat mir “Quantum of Solace” gut gefallen!

Er reicht nicht ganz an “Casino Royale” heran, der neue Bond-Maßstäbe gesetzt, und nach viel zu vielen unterirdischen Pierce-Brosnan-Bonds wieder ganz tief aufatmen lies – aber er ist eine würdige Fortsetzung! Haken ist vielleicht nur, dass er nicht so richtig für sich selbst steht und recht viel Schwung und Handlung aus dem Vorgängerfilm bezieht – und irgendwie auch nur in Kombination beeurteilt werden kann.

Die Opening-Sequenz hat im Gegensatz zu “Casino Royale” wieder deutlich mehr Touch klassischer Maurice-Binder-Animationen und auch der Jack-White-/Alicia-Keys-Song passt! Beides schon mal ein guter Einstieg!

Der restliche Film ist, wie schon vom Vorgänger gewohnt, realistischer und härter angelegt als die meisten bisherigen Bonds. Vor allem haben aber auch die Geschichte und die dazugehörigen darstellerischen Leistungen wieder die nötige Tiefe, die das Ganze sehenswert machen.

Q, jede Menge Gadgets, Monorails in stillgelegten Vulkanen und psychopathische Bösewichte mit körperlichen Defiziten waren in den alten Bonds sehr unterhaltsam & nett – wären mittlerweile allerdings zum langweiligen Klischee verkommen.

Stattdessen spielt der neue Bond-Film geschickt und gut dosiert mit Zitaten. Im Gegensatz zu anderen Neuauflagen, die nur noch Titel und Namen der Figuren mißbrauchen (Miami Vice, etc.) ist Bond immer noch Bond. Und näher den je an der Buchfigur.

Neben der guten darstellerischen Leistungen (mal von der etwas dumpfbackig wirkenden Olga Kurylenko als Bond-Girl abgesehen) sind auch Schnitt und die Bilder überzeugend. Orte und Action werden sehr gut in Szene gesetzt. Farben und Einstellungen geben dem Film eine gelungene Ästhetik. Besonders positiv aufgefallen: Der Schnitt bei der schnellen Verfolgungssequenz ganz zu Beginn des Films, der viel mehr darüber funktioniert, das man nicht viel und nur ganz schnell & hektisch sieht was eigentlich genau passiert statt irgendwelche Stunts effektvoll und in epischer Breite auszurollen.

Bösewicht & Bond-Gegenspieler Mathieu Amalric, als Pseudo-Umwelaktivist Dominic Greene, hätte gerne noch etwas präsenter sein können – gegen Mads Mikkelsen und andere herausragende Gegenspieler aus der Bond-Reihe, wirkt er etwas blass – aber zumindest vermittelt er die halbwegs nötige Portion an Gewissenlosigig- und Kaltblütigkeit. Und in Zeiten von Bankenkrise und anderer Machenschafften unter seriösem Deckmantel passt ein unspektakulärer, managerhafter Bösewicht, der ganz nebenbei die Welt in Unheil stürzt, vielleicht sogar ganz gut.

Quantum of Solace
Ein Quantum Trost

7/10 Punkte

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Filmtipp: Burn after Reading

Burn after Reading

Der neue Film der Coen Brüder, der erstaunlich schnell nach “No country for old men” gefolgt ist – und so zumindest in meiner Wahrnehmung beinahe untergangen wäre – ist ebenfalls mal wieder sehr zu empfehlen.

Jeder Schauspieler für sich ist sehenswert. Die Kombination der Darsteller (John Malkovich, Frances McDormand, Brad Pitt, George Clooney, …) äusserst interessant und der gesamte Film eindeutig sehr unterhaltsam! Besonders nett: Die Besetzung von “Hammer” (David Rasche) – alleine für den Schluss-Dialog des Films hätte es sonst keinen Besseren gegeben!

9/10 Punkte

Offizielle Website
Infos zum Film (ImdB)

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Broken Dreams.

Nach und nach wollen wir hier einige unserer Arbeiten und grafischen Experimente zeigen. Den Anfang macht eine etwas ältere Collage. – Inspiriert durch Easy Rider.

Broken Dreams

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